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DREI FRAGEN AN CHRISTINE HEGER

In unserer Gesprächsreihe „3 Fragen an …“ interviewen wir dieses Mal Christine Heger. Die neue Produktverantwortliche von EXPRESS.de gibt Einblicke in den Relaunch der Website.

Warum braucht es ein neues Design?

Die Änderungen am Design sind sicherlich für unsere Nutzerinnen und Nutzer die augenscheinlichste Veränderung am Relaunch. Wir haben das Design deutlich modernisiert und aufgeräumt. Zudem haben wir die Seitenstruktur aufgeräumt und die Nutzerführung einfacher gemacht. Alles mit dem Ziel, die Leserinnen und Leser schneller zum für ihn relevanten Inhalt zu bringen. Dazu nutzen wir beispielsweise ein reduziertes Menü, Hot-Topics als Direkteinstieg in tagesaktuelle Themen sowie Artikel-Empfehlungen der neuesten und relevantesten Inhalte. Das ganze Design ist konsequent „mobile first“ konzipiert, was den Lesegewohnheiten unserer Nutzerinnen und Nutzer entspricht.

Darüber hinaus haben Leserinnen und Leser die Möglichkeit, sich ihren EXPRESS.de individuell zu gestalten und ihre Startseite nach persönlichen Präferenzen sortieren zu lassen. Dies ist bislang nur für eingeloggte Nutzer möglich. Langfristig möchten wir natürlich das Nutzungserlebnis für alle unsere Leserinnen und Leser durch intelligente datengetriebene Ausspielung von Inhalten verbessern und schneller bieten, was individuell relevant ist. Natürlich ohne dabei in das Relevanzparadoxon zu laufen und Filterblasen zu bilden – unsere journalistische Verantwortung steht jederzeit an erster Stelle.

Allerdings hat sich unter der Oberfläche noch einiges mehr getan als in Design und Nutzerführung ersichtlich. Der Relaunch war für uns in erster Linie auch eine Veränderung unseres gesamten Tech-Stack. Wir setzen mit unserem neuen CMS Anbieter Livingdocs auf ein neues Headless CMS. Backend-Logiken und Frontend sind hierbei entkoppelt, Inhalt und Form sind also streng getrennt. Dadurch kann der gleiche Content sowohl in Webanwendungen als auch in Newslettern oder App ausgespielt werden ohne nochmal redaktionell angepasst werden zu müssen. Die Erstellung und Veröffentlichung redaktioneller Inhalte auf unterschiedlichen Channeln oder Verticals wird damit prozessual vereinfacht und beschleunigt.

Die Neuerungen stellen einen wichtigen Baustein in unserer Digitalisierungsstrategie dar. Sie bilden das Fundament um langfristig spannenden Contentumfelder zu schaffen. Ziel ist es dabei auch, die richtigen Nutzerinnen und Nutzer zum richtigen Content zu bringen, und damit die Zielgruppenansprache für unsere Werbekunden zu erleichtern.   

Das ist eine große Herausforderung! Ist alles erfolgreich gelaufen?

Der Relaunch des EXPRESS.de, die Umstellung auf Livingdocs sowie damit einhergehende weitere Änderungen an den technischen Komponenten (wie der Entwicklung einer eigenen Rendering-Engine) wurden seit fast zwei Jahren von einem interdisziplinären und verlagsübergreifenden Team konzipiert, entwickelt und getestet. Begleitet wurden die internen Kollegen je nach Projektphase von externen Experten und Dienstleistern. Im März dieses Jahres stand das Projekt fast schon mal vor einem Livegang, doch auf Grund von neuen Erkenntnissen zur Usability wurde die Entscheidung getroffen, nochmal drei Monate zu investieren und in einigen Aspekte Nachschärfungen vorzunehmen. Als es vor zwei Wochen dann endlich soweit war und der „Schalter umgelegt“ werden konnte, war die Anspannung natürlich groß.

In unserer Branche ist bei jedem Relaunch die Gefahr eines SEO begründeten Trafficeinbruchs enorm. Eine weitere Unsicherheit beim Aufsetzen eines komplett neuen Web-Tech-Stacks ist auch die Seitenperformance auf Grund von Lastspitzen. Zwar stellt man vorab mögliche Grenzszenarien über Lasttests dar, eine Gewähr gibt es jedoch kaum. Beim Go Live des EXPRESS.de ist keins dieser negativen Szenarien eingetroffen. Im Gegenteil: wie erhofft hat sich die Seitenperformance nachhaltig verbessert, die Seitenladegeschwindigkeiten sind verringert, die Nutzerinnen und Nutzer erleben spürbar eine beschleunigte Seite. Wichtige Ranking-Kriterien von Suchmaschinen haben sich verbessert, Sichtbarkeit und Traffic sind stabil.

Natürlich gibt es bei einem Projekt dieser Größe auch Dinge, die nicht laufen wie geplant oder nicht die gewünschten Effekte erzielen. Zudem hatten wir eine sechsstündige Phase, in der wir keine neuen Inhalte publizieren konnten. Hier handelte es sich um einen leicht zu behebenden, aber schwer zu identifizierenden Konfigurationsfehler im CMS. Insgesamt kann ich aber auch aus meiner persönlichen Berufserfahrung sagen, dass dieser Relaunch sowohl hinsichtlich Ablauf- als auch Ergebnisqualität sehr gut gelaufen ist.

Wie geht es nun weiter? Können die Leserinnen und Leser bald mit weiteren Neuerungen auf EXPRESS.de rechnen?

Wir arbeiten kontinuierlich sowohl an Verbesserungen der bestehenden Seite, als auch an neuen Features und Produkten sowohl für unsere Nutzerinnen und Nutzer als auch unsere Werbekundinnen und –kunden. In den nächsten Monaten werden wir in der Dumont Next GmbH aber auch intensiv mit dem digitalen Produkt des Kölner Stadtanzeigers beschäftigen. Wir arbeiten bereits mit Hochdruck an der Entwicklung einer KStA App. Dies stellt eine wesentliche Säule im digitalen Portfolio des Stadtanzeigers dar und ist essenzieller Bestandteil zur Erreichung unserer ambitionierten Subscription Ziele.

Auch die Überführung des ksta.de auf den neuen Tech-Stack steht an – und nicht zuletzt haben wir einiges an Innovationsthemen in Arbeit, die die Digitalisierung unserer beiden Leittitel EXPRESS.de und ksta.de und damit das digitale Nutzererlebnis deutlich voran bringen werden und für unsere Kunden neue Möglichkeiten digitalen Marketings bedeuten.

Neugierig geworden?

Dann schauen Sie bei unserem Produktportfolio vorbei, um einen Einblick in die Werbemögichkeiten auf EXPRESS.de zu erhalten!

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