Drei Fragen an... Heike Mück | DuMont Rheinland

DREI FRAGEN AN HEIKE MÜCK

 

In unserer Gesprächsreihe „3 Fragen an …“ interviewen wir dieses Mal Heike Mück. Als Produktmanagerin in der Creative DuMont Rheinland GmbH kreiert sie crossmediale Kommunikationskonzepte und –produkte für unsere Kunden. 

 

Employer Branding wird übersetzt mit „Arbeitgebermarkenbildung“. Das Ziel von Employer Branding ist es einerseits qualifizierte neue Mitarbeiter zu finden, aber auch die Loyalität bestehender Mitarbeiter zu erhöhen.
Aus Ihrer Rolle als Frau betrachtet: Was schätzen Sie an einem Arbeitgeber? Was macht ihn zu einer wertvollen Marke?

Ich halte Gleichberechtigung, über die man gar nicht groß sprechen oder nachdenken muss, weil sie eben einfach vorhanden ist, für ein sehr erstrebenswertes Ziel.  Und das auch konsequent aus beiden Perspektiven gedacht- es gibt für Männer genauso Themen, wie für Frauen. Sicher sind die wenigsten Unternehmen heute schon an diesem Punkt, aber idealerweise befindet man sich schon auf den Weg dorthin. Dabei sollte der Arbeitgeber Impulse geben, aber es liegt auch an den Mitarbeitern selbst, aktuelle Umstände kritisch zu hinterfragen und mögliche Maßnahmen zu formulieren, um die konkrete Situation verändern zu können.

Im Rahmen des Medienhauses habe ich beispielsweise in Zusammenarbeit mit einigen Kolleginnen ein Frauennetzwerk gegründet, mit dem Ziel, eine unkomplizierte bereichsübergreifende Vernetzung zu gewährleisten und auf selbigem Weg den Wissensaustausch untereinander zu fördern.
Generell halte ich interne und externe Vernetzung für extrem wichtig - wir alle können unsere Aufgaben besser erledigen, wenn wir Synergien untereinander aufdecken und nutzen. Intern haben wir hierfür bspw. das Blind Date, bei dem per Losverfahren Kollegen zum gemeinsamen Mittagessen ausgewählt werden. So lernt man einfach mal ganz neue Gesichter kennen. Außerdem haben wir mit dem Open Network eine Veranstaltungs-Reihe geschaffen, die uns immer wieder neuen Input zu aktuellen Themen der Medienlandschaft liefert.

Genau diese vielfältigen Möglichkeiten des Austausches zu unterschiedlichen Themen machen meiner Meinung nach eine gute Arbeitgebermarke aus. Dabei sollten geschlechtsspezifische, ethnische und hierarchische Unterschiede eben keine Unterschiede sein, um den Wissensaustausch zu fördern. Daran wachsen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch das Unternehmen.

Davon abgesehen halte ich Wertschätzung für ein zentrales Thema. Es umfasst verschiedene Themen,  wie offene Kommunikation, eine starke Feedbackkultur und das Interesse daran, Mitarbeiter individuell zu fördern. Ein attraktiver Arbeitgeber zeichnet sich nicht unbedingt durch eine kostenfreie Portion Obst aus. Vielmehr entscheiden sich Mitarbeiter bewusst für ein Unternehmen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Arbeit und ihre Person gebraucht und geschätzt werden. Leider vergessen und unterschätzen wir diese weichen, aber essentiellen Faktoren im Alltag oft. 

 

Sie engagieren sich stark für eine positive Wahrnehmung von DuMont als Arbeitgeber. Warum sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig werden? Und wie kann man selbst aktiv werden?

Es ist Fakt, dass wir den größten aktiven Teil unseres Tages bei der Arbeit verbringen. Genauso ist klar, dass es keinen Arbeitgeber geben kann, der
100 % perfekt für alle seine Mitarbeiter ist. Kritikpunkte werden sich immer finden. Natürlich ist es dann eine bequeme Position, sich über Missstände
zu beklagen und auf Lösungen durch den Arbeitgeber zu warten. Man kann aber auch einfach aktiv die Perspektive wechseln und überlegen, welche Wünsche man hat und welchen Beitrag man selbst leisten kann, um die Situation zu verändern. Der Gedanke dahinter ist, dass Organisationen generell besser funktionieren, wenn Mitarbeiter selbst an der Gestaltung ihres Arbeitsumfelds teilhaben. 

Mir persönlich liegt das Thema Weiterbildung am Herzen, weshalb ich mich hier besonders engagiere und beispielsweise regelmäßig Gastvorträge an Hochschulen halte. Auf den ersten Blick eine klassische Maßnahme aus dem Hochschulmarketing, aber durch den direkten Austausch mit den Studenten konnte ich viele wichtige Insights z.B. zur Mediennutzung gewinnen, die ich sehr gut für meine tägliche Arbeit nutzen kann.

 

Wie unterstützt das Produktmanagement die Kunden des Medienhauses DuMont Rheinland bei der Strategiefindung und –Umsetzung von Employer Branding?

Unsere Kernaufgabe ist es, relevante Vermarktungskonzepte für unsere Kunden zu entwickeln.
Gerade ist für viele Unternehmen die Rekrutierung von Fachkräften und die Besetzung von vakanten Stellen eine große Herausforderung. Entsprechend haben wir es als unseren Auftrag verstanden, unseren Kunden bei der Lösung zu helfen.

Dafür steigen wir inzwischen von Anfang an viel stärker in die Analyse der Zielgruppen und der Arbeitgebermarke ein und arbeiten so heraus, wie das individuelle Kommunikationskonzept aussehen muss. In der Regel gibt es dafür zu Beginn einen Workshop, in dem wir möglichst viele Information zu dem jeweiligen Unternehmen, der Marke und natürlich der Zielgruppe erarbeiten. Während allerdings externe Agenturen in der Regel einzelne Phasen der Wertschöpfungskette abdecken, wollen wir als Medienhaus den gesamten Mediaprozess - von der Konzeption, über Kreativleistungen, bis hin zu der Buchung und Bespieglung diverser Kanäle -aus einer Hand übernehmen.