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DIE DIGITALISIERUNG HAT DIE KOMMUNIKATION DRAMATISCH VERÄNDERT – DAS MEDIENHAUS DUMONT HAT EXPERTEN EINGELADEN, UM MIT IHNEN ÜBER CHANCEN UND RISIKEN ZU SPRECHEN

EINE ANZEIGE REICHT NICHT MEHR

Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Marketing, erkennt einen deutlichen Wandel: „Die Zeiten, in denen ein Unternehmen lediglich eine Anzeige geschaltet hat, sind vorbei.“ Crossmediale Lösungen seien gefragt – Botschaften müssten über Zeitungen, Hörfunk, Webseiten, Social Media und auf Events ausgespielt werden. Facebook, Instagram, Twitter und Co. hätten die Kommunikation dabei persönlicher gemacht. Doch nicht nur die Kanäle sind neu: „Es reicht nicht
mehr aus, dass ein Unternehmen eine Pressemitteilung verschickt. Heute müssen Menschen eine Geschichte erzählen – und die muss spannend sein“, erklärt Prof. Bernecker.

ZIELE VORAB KLÄREN

Die große Anzahl an Kanälen und Formaten bietet Firmen eine enorme Kreativität. Prof. Bernecker bewertet das positiv, gibt jedoch zu bedenken: „Unternehmen
müssen sich vor Beginn der Kampagne fragen, was sie damit eigentlich erreichen wollen. Und in einem zweiten Schritt die richtige Technologie wählen.“
Patricia Hohendorf ist Leiterin Marketing und Kommunikation bei NetCologneund hat sich diese Fragen vorab gestellt. Gemeinsam mit dem Medienhaus DuMont Rheinland hat NetCologne eine große Kampagne zum 25-jährigen Firmenjubiläum entwickelt und umgesetzt. Der NetCologne-Store am Neumarkt wurde zu einem futuristischen Kiosk, dem sogenannten NetBüdchen, umgestaltet. Dort fanden 25 Tage lang Konzerte, Talks, Diskussionen und Vorträge statt. Alle Kölner waren dazu
eingeladen, einfach vorbeizuschauen. Der EXPRESS sowie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichteten umfassend im Blatt und im Web.

"Emotionale Momente gemeinsam erleben“

- PATRICIA HOHENDORF, LEITERIN MARKETING UND KOMMUNIKATION BEI NETCOLOGNE

WOLLTEN MEHR ALS EIN TAGESEVENT

„Unser Ziel war es, mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, erklärt Patricia Hohendorf. Ihr und ihren Kollegen sei es wichtig gewesen, nicht nur ein schickes Tagesevent auf die Beine zu stellen. „Wir wollten Menschen aus Poltitik und Wirtschaft genau so ansprechen wie Kinder, Kunden und unsere eigenen Mitarbeiter. Es ging auch darum, den Menschen etwas zurückzugeben.“ NetCologne wollte dabei zeigen, dass es eng mit der Stadt verbunden ist. Es sei ein zentrales Anliegen gewesen, das auch für jederman erlebbar zu machen. Prof. Bernecker pflichtet ihr bei: Es werde immer wichtiger, dass Menschen unmittelbar mit dem Unternehmen in Kontakt kämen. Davon würden beide Seiten profitieren. „Für mich war es wirklich unbeschreiblich schön. Wir haben sehr emotionale Momente gemeinsam erlebt“, bestätigt Patricia Hohendorf.

„Events liefern einen dreifachen Nutzen“

- MATTHIAS LITZENBURGER, GESCHÄFTSFÜHRER MVR MEDIAVERMARKTUNG RHEINLAND GMBH

EIN GESAMTPAKET

Matthias Litzenburger, Geschäftsführer MVR Media Vermarktung Rheinland GmbH, sieht einen dreifachen Wert in einer solchen Kampagne: „Das eine ist das Event an sich und die Berichterstattung währenddessen. Hinzu kommt die Kommunikation davor und danach.“ Jennifer Becker ist bei NetCologne zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und bestätigt: „Es war ein Gesamtpaket. Das Medienhaus DuMont Rheinland hat darüber in den Zeitungen sowie online berichtet und alles eng begleitet.“ Dabei sei es stets ein Dialog auf Augenhöhe gewesen. Bei solchen Kampagnen gehe es nicht mehr darum, einfach nur einen Auftrag umzusetzen, sondern das Projekt ständig gemeinsam weiterzuentwickeln, so Matthias Litzenburger.

„Ein Dialog auf Augenhöhe“

- JENNIFER BECKER, PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT NETCOLOGNE

WANDEL WIRD BESCHLEUNIGT

Heißt: Kommunikation hat sich sowohl zwischen Unternehmen als auch zum Kunden geändert. Der Wandel werde sich jedoch noch beschleunigen, so Prof. Bernecker: „Das Internet der Dinge wächst – vieles wird bald automatisiert ablaufen. Niemand hat Lust Klopapier einzukaufen.“ Bei Produkten, für die Menschen mehr Leidenschaft aufbringen, seien Unternehmen jedoch gefordert. Die Leute wollen wissen, bei wem sie kaufen. „Das wird noch dramatisch werden und Köln vollkommen auf den Kopf stellen.“ Die Marke werde wieder wichtiger. Unternehmen müssen sich künftig also noch stärker differenzieren – vor allem durch ihre Kommunikation. 

„Die Marke wird wieder wichtiger“

- PROF. DR. MICHAEL BERNECKER, GESCHÄFTSFÜHRER DES DEUTSCHEN INSTITUTS FÜR MARKETING