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DREI FRAGEN AN TIMO SCHILLINGER

In unserer Gesprächsreihe „3 Fragen an …“ interviewen wir dieses Mal Timo Schillinger. Der Redakteur der Digital-Redaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“ beleuchtet den Mehrwert von E-Mail Marketing und stellt zudem ausgewählte Maßnahmen unserer Zeitungstitel vor.

Welche Bedeutung hat das E-Mail-Marketing für die redaktionelle Berichterstattung? 

Die E-Mail wurde schon so oft totgeschrieben. Doch die Realität sieht so aus: Trotz neuer Kommunikations- oder Kollaborationstools wie Slack behauptet sie sich immer wieder. Im vergangenen Jahr wurden 848 Milliarden E-Mails in Deutschland verschickt. Ohne Spam! Warum also gehen wir Journalisten so stiefmütterlich mit der E-Mail um?

Beim Kölner Stadt-Anzeiger, Express und der Kölnischen Rundschau haben wir deshalb das Ziel,  Newsletter als eigenständigen, starken Distributionskanal zu etablieren. Insbesondere Lokaljournalisten ermöglichen Newsletter neue Formen der Beziehung und Bindung zu ihren Leserinnen und Lesern sowie den Aufbau anderer, auch jüngerer Communities als der klassischen Zeitungsleser. In den vergangenen Monaten sind wir titelübergreifend von vier auf inzwischen 14 Newsletter gewachsen. Jeder Newsletter hat seine eigene starke, loyale und klar umfasste Zielgruppe. Mit unseren Mailings aus den Bereichen Köln, Freizeit/Ausgehen, Wirtschaft, Kultur oder Familie decken wir eine große Bandbreite ab – und bedienen gleichzeitig die Nische.

 

Wie zahlt das auf die Kundenbindung ein?

Nehmen wir das Beispiel „Stadt mit K“, unser neuer Morgen-Newsletter für Köln, den wir Anfang Februar gestartet haben. Nach nur vier Wochen haben wir schon knapp 30.000 Leserinnen und Leser, die sich morgens mit einem Schmunzeln und gut informiert in den Tag begleiten lassen wollen. Mit Öffnungsraten von mehr als 40 Prozent liegt der Newsletter weit über der branchenüblichen Benchmark. Insgesamt können wir bei unseren Newslettern überdurchschnittliche Öffnungsraten von teils mehr als 60 Prozent sehen. 

Über unsere Newsletter, und das war uns wichtig, können die Leserinnen und Leser direkt mit der Redaktion in Kontakt treten. Das gibt der Redaktion wiederum die Chance, direkt mit den Lesern zu interagieren. Newsletter dienen somit auch dem Community-Aufbau und der -Pflege. Die zahlreichen positiven Zuschriften und vor allem die vielen Einsendungen von Fotos zeigen, dass die Abonnenten davon gerne Gebrauch machen. 

E-Mails zahlen gleichzeitig auf viele Stationen unseres Conversion-Funnels ein, über den wir Leser unserer Nachrichtenseiten und Fans der Social-Media-Kanäle von anonymen Usern zu zahlenden Abonnenten wandeln.

 

Welche Maßnahmen setzt der Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS konkret um? 

Mit der Lanxess-Arena, Deiters und der Brauerei Früh haben bereits namhafte Werbepartner Anzeigen in den Newsletter gebucht. Durch neue Vermarktungsformen, die wir speziell für die Newsletter entwickelt haben, können wir Werbekunden Anzeigenplatzierungen ermöglichen, die spitze, klar umfasste Zielgruppen ansprechen. Die Klickraten auf die Werbeflächen sind um ein Vielfaches höher als bei den digitalen Standard-Werbeformen.

Eigens entwickelte Reportings helfen dabei, die Maßnahmen zu bewerten und zu steuern. Die größten Herausforderungen liegen in den kommenden Monaten auf dem Aufbau der Abonnenten-Listen und der Vermarktung der Werbeflächen. Hier sind wir aktuell auf der Suche nach Kooperationspartnern und prinzipiell für vieles offen.

✍ Whitepaper E-Mail-Marketing

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