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DREI FRAGEN AN THORSTEN BREITKOPF

Wie nimmt Thorsten Breitkopf die wirtschaftlichen Entwicklungen im Rheinland trotz Corona wahr? Welche Maßnahmen braucht Köln, damit sich große Unternehmen ansiedeln und warum ist die regionale Wirtschaft wichtig? Diese Fragen beantwortet uns der Ressortleiter Wirtschaft des „Kölner Stadt-Anzeiger“ in unserer neuen Folge.

Nehmen Sie trotz Corona auch positive wirtschaftliche Entwicklungen im Rheinland wahr?

Ja definitiv. Versuchen Sie mal einen Handwerker zu bekommen. Das kann dauern. In den meisten Gewerken brummt es, trotz Corona. Das ist gut. Im Rheinland gibt es sogar richtige Krisenprofiteure. Denken Sie an die Deutsche Post in Bonn. In der Krise boomt das Geschäft mit Paketen, im März und April wurden in der Spitze so viele verschickt wie sonst nur im Weihnachtsgeschäft. Das rheinische Biotech-Unternehmen Qiagen brummt, weil es Stoffe für Corona-Tests liefert. Weil die Pandemie digitalen Anwendungen im Job und zuhause einen starken Schub verliehen hat, ist die Nachfrage nach Halbleitern deutlich gewachsen. Die Firma Aixtron bei Aachen liefert Maschinen, die sowas herstellen. Der Aktienkurs ist seit Januar um 30 Prozent gestiegen, das Unternehmen wurde in den MDax aufgenommen.

 

Was braucht es in Köln damit sich noch mehr große Unternehmen ansiedeln?

Noch mehr ist gut, überhaupt welche. Düsseldorf hat Dutzende Firmen angelockt in den vergangenen Jahren. Köln fast keine. Leider. Köln braucht schnellere Baugenehmigungen. Und die Politik muss schneller entscheiden. Hier wird zehn Jahre über die U-Bahn gestritten, andere Städte haben sie in der Zeit gebaut. Dabei ist doch die Sinnhaftigkeit eines solchen Verkehrsmittels überhaupt nicht strittig. Nur mit Klarheit, Schnelligkeit und Verlässlichkeit kann Köln Firmen anlocken.

 

Warum ist der Fokus auf die regionale Wirtschaft so wichtig?

Überregionale Wirtschaft können Viele, wir auch. Aber wir können mehr. In Köln sind wir viel näher an den Machern der Unternehmen vor Ort, als jedes andere Medium. Das ist unsere Stärke. Um zu wissen, was der Bundeswirtschaftsminister gesagt hat oder die EZB kann man sich auf Nachrichtenagenturen verlassen. Bei Kölns Wirtschaftsmachern können wir hinter die Kulissen schauen, zwischen den Zeilen lesen, kennen die Akteure persönlich. Das gibt uns einmalige Einsichten, die wir unseren Lesern präsentieren. Denn um zu verstehen, warum sich etwa die Spitzen der IHK Köln zoffen oder was im Aufsichtsrat des Kölner Flughafens besprochen wurde, dazu hilft keine Agentur. Wir können das berichten und erklären. 

Wir bleiben sachlich. Aus Leidenschaft.

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