32.000 Besucher singen Weihnachtslieder in Köln

„Loss mer Weihnachtsleeder singe“, organisiert unter anderem von der DuMont LiveKon, wird zu einem riesigen Erfolg.

Stimmungsvoller hätte das erste gemeinsame Weihnachtssingen im RheinEnergieStadion in Köln kaum beginnen können: Um Punkt 17 Uhr am Sonntagabend (20. Dezember) erklingt ein Trompeten-Solo mit „I Wish You A Merry Christmas“, Scheinwerfer tauchen die Ränge in stimmungsvolles blaues und rotes Licht und projizieren Sterne auf den Rasen. Tosender Applaus von den 32.000 Menschen, die am vierten Advent zum „Loss mer Weihnachtsleeder singe“-Event gekommen sind.

 Unterstützt vom Jugendchor St. Stephan, den Lucky Kids und weiteren 36 Chören aus der Region, die gemeinsam den 1200 Sänger starken „Südkurve- Weihnachtschor“ bildeten, sangen sie auf den illuminierten Rängen Klassiker wie „O du fröhliche“, aber auch „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Bethlehem im Lande Judäa“ von den Bläck Fööss.

Den ersten emotionalen Höhepunkt bescherten dann die Höhner, die mit einer serbischen Flüchtlingsfamilie den Beatles-Klassiker „All You Need Is Love“ anstimmten. Das Publikum, viele mit Weihnachtsmann-Mützen und Lichterketten ausstaffiert, schwenkten dazu ihre Handys oder Taschenlampen. Für Hohn Henning Krautmacher ein ganz besonderes Erlebnis, zumal zuvor 50 Freikarten an weitere Bewohner des Flüchtlingsheims in der Boltensternstraße gegangen waren.
Viele Familien aus Köln und der Region nutzten das gemeinsame Singen, um sich auf die Festtage einzustimmen. Bestseller-Autor Frank Schätzing steuerte eine eher lustige als besinnliche Weihnachtsgeschichte auf Kölsch bei. Weiter ging es mit Peter Brings („Plastikstään“) und BAP-Chef Wolfgang Niedecken, der mit dem Jugendchor „Happy Xmas“ von John Lennon und Yoko Ono anstimmte.

 Nach Leonard Cohens Klassiker „Hallelujah“ und einem Medley von Cat Ballou mit deutschem Liedgut („Oh Tannenbaum“) kamen zum großen Finale alle Künstler auf die Bühne und wünschten mit „Feliz Navidad“ ein frohes Fest. Mit „Jingle Bells“ und einem beseelten „Stille Nacht“ endete eine Veranstaltung, die es wohl ab jetzt in jedem Jahr geben wird.

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