Gemeinsamer Newsroom

Die rheinischen Medienmarken Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS rücken näher zusammen und werden künftig aus einem gemeinsamen Newsroom heraus produziert.

Dabei bewahren die beiden Titel ihre unverwechselbare Identität und schärfen ihre Markenstrategie. Übergreifende Aufgaben wie Video, Grafik, Foto, Datenanalyse und Suchmaschinenoptimierung werden beide Redaktionen künftig gemeinsam wahrnehmen.

Carsten Fiedler, Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeiger, und Constantin Blaß, der diese Position spätestens von Juli an beim EXPRESS übernimmt, werden ihre jeweilige Marke verantworten und gemeinsam mit Thomas Kemmerer das Management Board der neuen Kooperation bilden. Kemmerer, derzeit kommissarischer Chefredakteur des EXPRESS, wird künftig als General Manager für beide Titel die erlös- und reichweitenorientierte Steuerung der Digital-Angebote übernehmen und das Newsteam leiten. „Eine intensivere Kommunikation zwischen den Titeln, gemeinsame Rollen vor allem für das Digitale und die Möglichkeiten der Echtzeitanalyse verschaffen uns deutlich mehr Freiraum, um neue Ideen, Formate und Produkte zu entwickeln“, so Carsten Fiedler.

Mit dem neuen zukunftsweisenden Modell, das die Redaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS seit September 2016 gemeinsam entwickelt haben, reagiert das Medienhaus DuMont Rheinland auf die Anforderungen des digitalen Wandels, der mobilen Entwicklung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Beide Marken sollen sich künftig noch intensiver auf ihre Stärken fokussieren. Unser Ziel ist es, Leser und User bestmöglich über unsere unterschiedlichen Medienangebote zu erreichen “, so Philipp M. Froben, Geschäftsführer des Medienhauses DuMont Rheinland.

Der EXPRESS wird seine Stellung als reichweitenstärkste regionale Nachrichtenseite Deutschlands mit durchschnittlich über 20 Millionen Visits im Monat ausbauen. Der Abonnementtitel Kölner Stadt-Anzeiger steht für seine hochwertige und umfassende regionale Berichterstattung in der Zeitung und den digitalen Kanälen. Überregionale Politik- und Wirtschaftsinhalte des Kölner Stadt-Anzeiger werden weiterhin in der DuMont Hauptstadtredaktion in Berlin produziert und künftig als fertige Seiten zur Verfügung gestellt.

Im neuen Newsroom werden nicht nur die Zeitungen, sondern auch sämtliche digitalen Kanäle bespielt und alle bestehenden wie künftigen journalistischen Produkte produziert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin jeweils einer Marke zugeordnet, produzieren und planen aber Inhalte für alle Kanäle. Innerhalb großer Ressorts wie Lokales und Sport prüfen verantwortliche Koordinatoren, ob der Austausch von Informationen und Inhalten möglich und sinnvoll ist.

Derzeit arbeiten rund 250 Beschäftigte in den Redaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und EXPRESS. Im Rahmen des Kooperationsmodells ist bis zum Zeitpunkt der kompletten Umsetzung im Herbst 2017 mit einem Abbau von 15 bis 18 Vollzeitstellen zu rechnen. Um diesen Prozess sozialverträglich zu gestalten, hat die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat die Fortführung des freiwilligen Abfindungsmodells bis Ende Februar vereinbart und wird Gespräche über einen Sozialplan aufnehmen.

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